Die Landkreise Bernkastel-Wittlich, Trier-Saarburg, der Eifelkreis Bitburg-Prüm, der Landkreis Vulkaneifel und die Stadtwerke Trier AöR-SWT suchen nach einem gemeinschaftlichen Lösungskonzept zur zukünftigen Behandlung und Verwertung der Klärschlämme aus den kommunalen Kläranlagen der Region Trier. In dem Projekt Klärschlammkonzept für die Region Trier haben das Ingenieurbüro Berg und die WiW mbH die Grundzüge für ein solches Konzept erarbeitet.

Darstellung der SBC-StandorteAls zielführende Vorgehensweise wurde eine Zusammenführung der in der Region anfallenden Klärschlämme in Schlammbehandlungscentern (SBC), in denen der Schlamm ausgefault und/oder nur entwässert wird, mit einem nachfolgenden Transport zu einer zentral oder semizentral angeordneten thermischen Schlammverbrennung (SVC) erarbeitet. Die Standorte im Raum Trier-Wittlich wurden als mögliche Standorte für die thermische Entsorgung identifiziert. In einem Masterplan für die Klärschlammentsorgung der Region Trier soll nunmehr aufbauend auf den Ergebnissen des Klärschlammkonzepts dessen technische Umsetzung weiter konkretisiert werden. Dieser Masterplan umfasst u.a. die Fortschreibung der Datengrundlage, die Bedarfsplanung zur thermischen Klärschlammentsorgung, die Darstellung der Genehmigungsfähigkeit sowie die Entwicklung eines Umsetzungskonzeptes. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Entwässerung des Klärschlammes sowie die Energieeffizienz der Kläranlagen gelegt.

Überblick über die Teilpunkte des KlärschlammkonzeptesIm Rahmen des Projektes Klärschlammkonzept für die Region Trier stellte sich zudem heraus, dass die Gruppenkläranlage Riol sowie das Gruppenklärwerk Leiwen, beide betrieben durch die VGW Schweich, über ein deutliches energetisches Optimierungs- und somit auch finanzielles Einsparpotential verfügen. Im Rahmen dieser Folgestudie wird auf der Basis der Bestandsaufnahme zunächst eine energetische Einordnung der beiden Kläranlagen vorgenommen. Für die abgestimmten Optimierungsbereiche werden anschließend Maßnahmen zur Verbesserung der energetischen Verbrauchssituation entwickelt. Für alle Maßnahmen erfolgt eine technische und wirtschaftliche Bewertung.

Der stabilisierte Klärschlamm beider Kläranlagen wird darüber hinaus aktuell noch landwirtschaftlich genutzt. Im Hinblick auf eine zukünftige thermische Entsorgung könnte sich die Errichtung eines Schlammverbundes zwischen den Kläranlagen Riol und Leiwen unter Nutzung freier Faulraumkapazitäten und mit zentralisierter Entwässerung auf der GKA Riol als energetisch und wirtschaftlich sinnvolle Option darstellen. Ähnlich verhält es sich mit der Kläranlage Bornwiese sowie der Kläranlage Unteres Liesertal der VGW Bernkastel-Kues.

Die WiW mbH und das IB Berg & Partner GmbH wurden daher von den VGW Schweich für die Kläranlagen Riol und Leiwen sowie von den VGW Bernkastel-Kues für die Kläranlage Bornwiese mit der Durchführung einer Energieeffizienzanalyse gemäß dem DWA-Arbeitsblatt A 216 (2015) beauftragt. Darüber hinaus soll für die Kläranlagen Riol und Leiwen der VGW Schweich sowie für die Kläranlagen Bornwiese und Unteres Liesertal der VGW Bernkastel-Kues ein Schlammverbundkonzept geprüft werden.

Weiterhin werden vom IB Berg und der WiW für die Verbandsgemeindewerke Daun sowie für die Verbandsgemeindewerke Prüm/Arzfeld/Südeifel Studien zur mobilen oder stationären Klärschlammentwässerung in den Schlammbehandlungscentren (SBC) erstellt.

Weitere Informationen zum Klärschlammkonzept für die Region Trier können Sie dem Beitrag “Entwicklung und Bewertung von Szenarien zur Klärschlammentsorgung in Regionen – Klärschlammkonzept Region Trier” entnehmen.