Ingenieurbüro Berg - Sanierung der Oberflächenabdichtung Kronenburger SeeDie Stauanlage Kronenburger See wurde vor  40 Jahren als Steinschüttdamm mit Oberflächenabdichtung aus Asphaltbeton hergestellt. Neben dem primären Ziel des Hochwasserschutzes hat sich der See und seine Umgebung in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen  Freizeit- und Erholungsstandort und somit zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor hat in der strukturschwachen Nordeifel entwickelt.

Ingenieurbüro Berg - Sanierung der Oberflächendichtung Kronenburger SeeDie Materialuntersuchungen der letzten Jahre stellten jedoch altersbedingte Mängel und Schäden an der Asphaltmastix sowie den luftberührenden Flächen der Asphaltdichtungsschicht fest. Daraufhin beschloss der Zweckverband Kronenburger See die Sanierung der Oberflächenabdichtung (Abfräsen der Mastix und von Teilflächen der Dichtung, Aufbringen einer neuen Dichtung und Mastix sowie weitere Maßnahmen an Nebenanlagen im Herbst 2016). Mit der Planung und Ausschreibung wurde das Ingenieurbüro H. Berg & Partner GmbH, Aachen beauftragt.

Ingenieurbüro Berg - Sanierung der Oberflächendichtung Kronenburger SeeFür die Sanierung wurde das Hauptstaubecken notwendigerweise komplett entleert. Um Arbeitsunterbrechungen über den Winter infolge witterungsbedingter Verzögerungen möglichst zu vermeiden, musste man bereits am 10. August mit dem Ablassen des Wassers beginnen. Die Sanierungsmaßnahmen, die ca. alle 30 bis 40 Jahre einmal vorgenommen werden müssen und nur in einem zeitlich begrenzen Rahmen durchführbar sind, dienen dem primären Ziel des Hochwasserschutzes für die Ortschaft Kronenburg in Nordrhein-Westfalen und die flussabwärts in Rheinland-Pfalz gelegenen Verbandsgemeinden. Seit der Inbetriebnahme im Jahr 1976 wurden in den vergangenen vier Jahrzehnten Hochwasserschäden am Ober- und Mittellauf der Kyll nachhaltig verhindert.

Ingenieurbüro Berg - Sanierung der Oberflächendichtung Kronenburger See

Der Zweckverband Kronenburger See beauftragte die STRABAG International GmbH, Köln mit der Sanierung der Asphaltdichtung (ca. 7.200 m³). Die Auftragssumme von brutto 1.452.250 Euro für die Sanierung der Dichtung konnte um 8 % (1.332.825 Euro) unterschritten werden und lag somit 2 % unter der Kostenberechnung (1.360.170 Euro).      

Detail B_Anschluss Dichtungsschicht an OK Damm

Detail B_Anschluss Dichtungsschicht an OK Damm. Zum Vergrößern bitte anklicken.

 

Ausführungszeitraum gesamt   01.08.-17.10.2016

  • Abstauphase: 10.08.-21.08.2016
  • Arbeiten auf der Dammkrone: 08.08.-23.08.2016
  • Schadstellen sanieren: 05.09.-09.09.2016
  • Haftkleber auftragen: 12.09.-13.09.2016
  • Dichtung Asphaltbeton (6 cm) einbauen: 14.09.-23.09.2016
  • Tagesnaht und Anschlusskanten heizen und nacharbeiten: 19.09.-26.09.2016
  • Mastix: 27.09.-04.10.2016
  • Beginn des Einstaus: 17.10.2016

Ingenieurbüro Berg - Wieder eingestaute Talsperre nach der Sanierung der Oberflächendichtung Kronenburger See

Der geplante Bauzeitenplan konnte aufgrund der günstigen Witterung und der sehr gut koordinierten und qualifizierten Arbeiten der Fa. STRABAG International GmbH, Köln und des Subunternehmers Fa. Backes Bau- und Transporte GmbH, Stadtkyll optimal eingehalten werden.

Folgende Videos geben einen Eindruck der Arbeiten:

Entleerte Talsperre (Dauer: 0Min15)

Bandbefüllung des Fertigers (Dauer: 4Min26)


Bandbefüllung des Transportwagens
(Dauer: 0Min33)

Beschickung des Fertigers durch Transportwagen (Dauer: 1Min50)


Einbau der Dichtungsschicht mit Fertiger
(Dauer: 0Min31)